28. Februar, Ochsenhausen
Blasorchester Südwind führt durch die Straßen von New York
Ochsenhausen/Ummendorf – Unter der Leitung von Paul Jacot (Eislingen, Fils) wird das Oberschwäbische Projektorchester Südwind im Februar und März zwei Konzerte aufführen.
Der aus Laupheim stammende Solist Timm Cebulla (*1995) wird mit Roberto Molinellis Four Pictures from New York einen musikalischen Spaziergang durch die amerikanische Metropole unternehmen. Sein Spaziergang beginnt mit einer Träumerischen Morgendämmerung (Sopransaxophon) und führt dann in einen Tango Club (Altsaxophon). Im 3. Satz – der Jazz-Ballade Sentimental Evening (Tenorsaxophon) – wird er von einer eingebundenen Jazzcombo mit Franziska Wientges (Piano), Thomas Frasch (Kontrabass) und Michael Porter (Drum-Set) begleitet, bevor er im 4. Satz auf dem Broadway bei Nacht (Altsaxophon) das aufregende Nachtleben Manhattans einfängt.
Timm Cebulla studierte an der Hochschule für Musik in Stuttgart klassisches Saxophon, sowie parallel dazu Schulmusik. Mit Saxophon, Klarinette und Querflöte ist er heute als Reed-Spieler an den Theaterhäusern Süddeutschlands präsent, genauso wie als Instrumentallehrer für Saxophon und Klarinette an mehreren Musikschulen im Ländle.
Dirigent Paul Jacot studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater München, Hauptfach Trompete und bestand mit höchster Auszeichnung. Aushilfstätigkeiten erfolgten beim SWR Symphonieorchester Stuttgart, Kammerorchester Stuttgart, Staatstheater Stuttgart, der Bayerischen Staatsoper München, beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Stuttgarter Bachkollegium und dem Rundfunkorchester München. Er spielte u.a. im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel und ist ständige Aushilfe der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Paul Jacot wurde 2016 zum Städtischen Musikdirektor der Stadt Wernau ernannt. Ebenfalls seit 2016 leitet er das Höchstklasseorchester Schwäbische Bläserphilharmonie. Jacot ist bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen angestellt und arbeitet dort als Projektkoordinator im Bereich Musikvermittlung und Education-Programme.
Zu den prägenden Komponisten der amerikanischen Blasorchesterszene zählt Richard L. Saucedo (*1957). Südwind wird mit seiner energiegeladenen Komposition Persistence (Deutsch: »Beharrlichkeit« oder »Durchhaltevermögen«) den Konzertabend eröffnen – Musik als Sinnbild für Kraft, Ausdauer und Entschlossenheit.
Mit Rhythmus, Eleganz und Energie in vier musikalischen Bildern geht es weiter im Programm: Dance Movements von Philip Sparkes (*1951) zählt zu seinen bedeutendsten Werken und entstand im Auftrag der United States Air Force Band. Die Komposition besteht aus 4 Sätzen, die ohne Pause ineinander übergehen. Ein Paradebeispiel moderner Bläsermusik – technisch anspruchsvoll, klanglich farbenreich und voller Leben.
Leonard Bernstein (1918-1990) schuf mit der West Side Story eines der größten Meisterwerke des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen Tony und Maria, inspiriert von Shakespeares Romeo und Julia, verlegt das Drama in das New York der 1950er Jahre. Inmitten rivalisierender Jugendbanden und sozialer Spannungen. Bernstein selber hat aus der Bühnenmusik die konzertante Suite Symphonic Dances from West Side Storyzusammengestellt. Das Blasorchester Südwind wird Paul Lavenders – mit größter Sorgfalt und Respekt – übertragenes Arrangement für sinfonisches Blasorchester zum Abschluss des Konzertes aufführen.
Samstag, 28.02.2026, 19.00 Uhr
Landesakademie (Bräuhaussaal), Ochsenhausen
Sonntag, 01.03.2026, 17.00 Uhr
Gemeindehalle Ummendorf, Ummendorf.
Abendkasse 18,00 Euro, Vorverkauf 15,00 Euro, Ermäßigt 12,00 Euro
Vorverkauf über alle Orchestermusiker*innen.
www.bo-suedwind.de
Abb.: Dirigent Paul Jacot (Foto: Schwäbische Bläserphilharmonie) und Saxofonist Timm Cebulla (Foto: Veranstalter)

