Hohe Spritpreise: Mitfahrplattform „fahrmob“setzt auf Fahrgemeinschaften
Ottobeuren – Alle, die noch mit einem Verbrenner unterwegs sind, klagen über die aktuell hohen Preise an den Zapfsäulen. Vor allem Pendler könnten ihre Tankkosten halbieren – wenn sie nicht alleine im Auto säßen.
Aus der Pressemitteilung der Mitfahrplattform fahrmob.eco geht eine einfache Lösung hervor: Man muss nur den Besetzungsgrad des Pkw erhöhen. „Auf dem Weg zur Arbeit beträgt der gerade einmal 1,1 Personen,“ so Helmut Scharpf, Gründer und Betreiber der Plattform. „Schon eine zweite Person halbiert praktisch die Spritkosten.“ Vor allem dann, wenn man dieselbe Firma anfährt oder auf dem Weg zu einer Veranstaltung ist, bietet sich die Bildung von Fahrgemeinschaften geradezu an. Über 4.000 Nutzer haben sich fahrmob.eco inzwischen angeschlossen und machen regelmäßige Mitfahrangebote oder suchen eine Mitfahrgelegenheit.
Auf der Fahrplanseite ist übersichtlich zu sehen, auf welchen Strecken Fahrten angeboten werden. Ein Klick auf „Mitfahren“ genügt, um Kontakt aufzunehmen. „Aus Umweltgründen war das Teilen schon immer sinnvoll, jetzt ergibt sich darüber hinaus eine erhebliche finanzielle Entlastung“, erklärt Scharpf. Wer beim Mitfahren Geld spart, kann einen Teil davon sogar spenden. Bei der Registrierung über die Webseite oder die fahrmob-App wählen Nutzer einen Verein aus, der unterstützt werden soll. Inzwischen beteiligen sich bereits 256 Vereine am Projekt, etliche Firmen und Bildungseinrichtungen sowie Veranstalter.
Pressemitteilung von fahrmob
Abb.: Im März 2022 waren die Preise an den Zapfsäulen noch höher als aktuell, Pendlerparkplätze wurden damals plötzlich deutlich besser angenommen. Neben zusätzlichen Tagen im Homeoffice oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kann man mit Fahrgemeinschaften hohen Spritkosten aktiv entgegenwirken. (Foto: Helmut Scharpf)

