„Tochterboote“ von Julia Miorin und Lukas Rehm

Memmingen – Ein Tochterboot ist ein Beiboot, das auf einem größeren Wasserfahrzeug mitgeführt wird und das Mutterschiff selbständig verlassen und wieder hineinfahren kann.

Das Mutterschiff ist in diesem Fall Memmingen. Die Tochterboote sind die Künstler/-innen, die ihre Arbeit, ihre Kunst und ihr Glück an unterschiedlichen Orten finden und immer wieder zurückkehren in ihre Heimatstadt Memmingen. Hier wurden sie 1989 geboren, hier wuchsen sie auf, hier gingen sie zur Schule und hier belegten sie gemeinsam den Grundkurs Kunst am Vöhlin Gymnasium. Das Mutterschiff prägte die beiden Künstler/-innen, doch sie haben es verlassen. Nun docken sie am Stadtmuseum Memmingen an. Ein Stadtmuseum wird als ein Museum definiert, das für eine Stadt besonders wichtige Kunst- und Kulturgüter sammelt und ausstellt. Dabei stellt sich jedoch die Frage, was in einem Stadtmuseum ausgestellt wird und was in der Sammlung für die Besucher/-innen unsichtbar bleibt. Mit dieser Aufgabe setzen sich die Künstler/-innen auseinander und bearbeiten sie in unterschiedlicher Weise. Während Julia Miorin in die Sammlungs- und Arbeitsräume hinter den Kulissen mit ihrer Kamera eintaucht, präsentiert Lukas Rehm facettenreiche Multimediastationen. Die Werke der beiden greifen ineinander und bestärken sich.

Immer wiederkehrend sind die gemeinsamen Thematiken Abwesenheit und Unsichtbarkeit – das Fehlende.


Dauer der Ausstellung vom 27. August bis 22. Januar 2023
Eröffnung: Freitag, 26. August, 19 Uhr, im Innenhof des Stadtmuseums
Stadtmuseum, Zangmeisterstr. 8, 87700 Memmingen, Tel. 08331 850134
Öffnungszeiten: Di – So 11-17 Uhr, Mo geschlossen, Eintritt frei
Freie Führungen durch die Künstler/-innen: Samstag, 27. August und So05nntag, 28. August, jeweils 11 Uhr
www.stadtmuseum-memmingen.de


Foto: © Julia Miorin