Nachhaltig backen und genießen im Advent

Selbstgebackene Plätzchen und anderes Naschwerk aus eigener Produktion stehen in der Vorweihnachtszeit hoch im Kurs. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben im vergangenen Jahr bei einer repräsentativen Umfrage an, selbst zu backen. „Beim Selberbacken im Advent setzen die meisten auf ‚Klasse statt Masse‘ und zunehmend auch auf Nachhaltigkeit“, so Jutta Unger, Gesundheitsexpertin von der AOK Memmingen-Unterallgäu.

Auf die Zutaten kommt es an

Wer vollwertige Zutaten auswählt, zeigt sich nicht nur gesundheitsbewusst, sondern meist auch nachhaltig. „Wie beim Kochen setzen immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher auch beim Backen auf regionale Produkte“, sagt Jutta Unger. Sie empfiehlt, Gebäck möglichst aus Vollkornmehl herzustellen. „Auch, wenn im ursprünglichen Rezept Weißmehl angegeben ist, kann man mindestens die Hälfte davon durch Vollkornmehl ersetzen“, sagt Jutta Unger. Wer ein Rezept vollständig auf Vollkorn umändern will, gibt am besten zusätzlich Flüssigkeit zu, damit die Ballaststoffe quellen können und das Gebäck nicht zu trocken wird. Besonders gut lässt sich Vollkornmehl zusammen mit Haselnüssen, Haferflocken, Trockenfrüchten oder frischem, zerkleinertem Obst im Teig kombinieren. Beim Backen kann zudem meist die im Rezept angegebene Zuckermenge verringert werden, ohne dass der Geschmack darunter leidet. Gerade wenn das Gebäck Nüsse oder Trockenfrüchte enthält, wird aufgrund der natürlichen Süße ohnehin weniger Zucker benötigt. Auch ein Teil der vorgegebenen Fettmenge kann beispielsweise durch Joghurt oder Buttermilch ersetzt werden. Jutta Unger bevorzugt Weihnachtsbäckerei mit geringem Fettgehalt, zum Beispiel Makronen oder Lebkuchen.

Zum Ausprobieren schlägt sie ein abgewandeltes klassisches Advents-Backrezept vor:

 

Früchtebrot

Zutaten:

150 g Roggenmehl (Vollkorn)

100 g Dinkelvollkornmehl

½ Beutel flüssiger Natursauerteig (ca. 40 g)

¼ Würfel frische Hefe (10 g) oder 1 gehäufter TL Trockenhefe

½ TL Jodsalz

1 kleiner Apfel

50 g Trockenfrüchte, z.B. Trockenpflaumen oder Rosinen

50 g Hasel- oder Walnüsse

Nüsse oder geschälte Mandeln zum Dekorieren (nach Belieben)

 

Zubereitung

In einer großen Backschüssel Mehl mit Salz vermischen. Hefe in 300 ml lauwarmen Wasser auflösen, Sauerteig unterrühren und zum Mehl geben. Mit den Knethaken (Handrührgerät) zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Apfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und grob reiben. Zusammen mit den Trockenfrüchten und den Nüssen in den Teig einarbeiten. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 2 Stunden gehen lassen. Früchtebrote formen, mit Wasser bepinseln und nach Belieben mit Nüssen / Mandeln dekorieren. In den kalten Backofen geben und bei 180 Grad (Umluft) etwa 45 bis 60 Minuten backen.

Energiespar-Tipp:
Vorheizen ist beim Backen meist gar nicht nötig.

 


Beitragsbild: Zu einem gemütlichen Nachmittag im Advent passt ein Stück selbstgebackenes Früchtebrot.  (© AOK Bayern)