Hilfestellung zum Thema Organspende

Memmingen – Vielen Menschen fällt die Entscheidung schwer, ob sie nach dem eigenen Tod ihre Organe spenden wollen oder nicht. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) sank die Zahl der Spender in deutschen Kliniken in den ersten drei Monaten um 29 Prozent auf 176. „In Deutschland warten derzeit über 8.500 Menschen dringend auf ein Spenderorgan, das ihnen ein Weiterleben ermöglicht“, so Klaus Schöllhorn von der AOK Memmingen-Unterallgäu.

Entscheidungshilfe im Internet – Die AOK hilft mit dem Online-Angebot „Entscheidungshilfe Organspende“ unter www.aok.de/bayern/organspende dabei, Argumente für oder gegen eine Organspende zu finden. Wissenschaftler/-innen der Universität Hamburg haben gemeinsam mit weiteren Expert/-innen eine Plattform erstellt, die verständliche Informationen zu Fragen der Organspende bietet. Dazu gehören rechtliche Fragestellungen genauso wie Fragen zur Hirntoddiagnostik oder der Menschenwürde. Die Online-Hilfe gibt auch Antworten darauf, bis zu welcher Altersgrenze es möglich ist, Organe zu spenden oder zu empfangen. Sie informiert außerdem bei Fragen zu medizinischen Voraussetzungen, den Nebenwirkungen und den Erfolgsaussichten für eine Transplantation. Der Ablauf einer Organspende wird ebenfalls beschrieben: Vom Verdacht auf einen Hirntod bis hin zur Entnahme und Transportfähigkeit eines Organs sind viele Schritte notwendig.

Persönliches Gespräch möglich – „Auch, wenn wir mit unserem Angebot versuchen, das meiste ausführlich zu beantworten, bleibt häufig Vieles offen, das sich eher in einem persönlichen Gespräch klären lässt“, so Klaus Schöllhorn. Die AOK unterstützt hierfür das Informationsangebot, das die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit einem geschulten Team etabliert haben.


AOK Memmingen
Kostenfreies „Infotelefon Organspende“: 0800 90 40 400
Mo-Fr 9-18 Uhr
www.aok.de/bayern/organspende


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